Rekordnahe Zeiten und starke Heimkulisse beim Ebersteinburg-Bergzeitfahren 2026

Ebersteinburg, 19. September 2026 – Krachender Sound zum Auftakt und stramme Waden am Berg: Bei bestem Spätsommerwetter ging am 19. September ein Klassiker unter den mittelbadischen Bergzeitfahren über die Bühne. Nach dem feurigen Startschuss zu den Klängen von AC/DC („Thunderstruck“) machten sich insgesamt 48 Starterinnen und Starter auf die anspruchsvolle, ca. 5 Kilometer lange Strecke vom Förcher Kreisel hinauf nach Ebersteinburg, auf der um die 300 Höhenmeter zu überwinden waren.

Das Teilnehmerfeld bewies eindrucksvoll die Faszination des Rennens über alle Generationen hinweg: Zwischen dem jüngsten Teilnehmer Mika Trappmann (13 Jahre, 16:25 Min.) und dem ältesten Fahrer Bernd John (76 Jahre, 16:20 Min., ausgezeichnet mit der Adolf-Ritter-Medaille) lagen stolze 63 Jahre Spanne.

Debertin siegt souverän – Hauchdünnes Finale und Rad-Pioniergeist bei den Frauen

Den Tagessieg und Gesamtsieg bei den Männern sicherte sich Daniel Debertin (RSV Concordia Forchheim) in einer Fabelzeit von 11:24 Minuten. Mit nur 14 Sekunden Rückstand auf die letztjährige Streckenbestzeit (Jack Morrissey 2025 mit 11:10 Uhr) setzte sich der 34-Jährige durch und verwies Elias Jakobs (Team Velolease) sowie den DM-Teilnehmer Moritz Treue (RSV Concordia Forchheim), die zeitgleich in 11:52 Minuten über die Ziellinie brannten, auf den geteilten 2. Platz.

Bei den Frauen krönte sich Celine Kistner (Tri-Team SSV Ettlingen) in 14:39 Minuten zur schnellsten Bergfahrerin des Tages. Sie setzte sich knapp vor Emily Fuchs (RSV Schwalbe Emmendingen | 14:43 Min.) und Alina Jentsch (Weinheim | 15:51 Min.) durch. Besonders hervorzuheben: Alina Jentsch legte für das Rennen eine echte Mammutaufgabe auf zwei Rädern hin – sie reiste aus Weinheim (ca. 110 km entfernt) komplett auf dem Rennrad an, absolvierte das Bergzeitfahren und trat im Anschluss direkt wieder aus eigener Muskelkraft per Rad den Heimweg an! Chapeau!

Starke Heimkulisse: Die Ergebnisse der RSG Ried Rastatt

Auch die Sportlerinnen und Sportler der RSG Ried Rastatt nutzten ihren Heimvorteil am Berg perfekt aus und feierten gleich mehrere Podestplätze sowie Erfolge in den Altersklassen:

  • Alex Lorenz: Mit einer bärenstarken Zeit von 13:25 Minuten fuhr Alex als schnellster RSG-Fahrer auf Rang 9 der stark besetzten Hauptklasse.
  • Frederic Bonnet: Das Nachwuchstalent sicherte sich in 14:12 Minuten den 3. Platz in der Jugendklasse (Gesamtplatz 13).
  • Hannes Marx & Ralf Hafermann: Souveräner Doppelsieg in der Seniorenklasse Ü50! Hannes Marx sicherte sich in 14:43 Minuten den 1. Platz, dicht gefolgt von RSG-Mitstreiter Ralf Hafermann auf Platz 2 in 14:53 Minuten.
  • Christina Kunzmann: Siegte souverän in 18:36 Minuten in der Klasse der Senioren Frauen (Platz 1).

Alle Ergebnisse im Detail finden sich unter folgendem Link:

Ergebnisse RSG Bergzeitfahren 2026

Alle Bilder finden sich unter folgendem Link:

Bilder RSG Bergzeitfahren 2026

Schöner Ausklang bei Kastner Bikes in Kuppenheim

Im Anschluss an die sportlichen Höchstleistungen ging es für die Athleten, Angehörigen und Helfer nach Kuppenheim zu Kastner Bikes, wo der Renntag in geselliger Atmosphäre seinen gebührenden Ausklang fand. Bei der feierlichen Siegerehrung wurden die neuen Bergköniginnen und Bergkönige geehrt und gebührend gefeiert. Für die perfekte Verpflegung nach den kräftezehrenden Kilometern war ebenfalls bestens gesorgt: Die Schulklasse 7b aus Kuppenheim verwöhnte die Radsportgemeinde mit einer großer Auswahl an selbstgebackenem Kuchen und frischem Kaffee – ein rundum gelungener Abschluss für ein fantastisches Radsport-Event!

Das Orgateam um Christian Späth zog ein rundum positives Fazit über ein gelungenes Event mit hoher Teilnehmerzahl und hervorragender Stimmung. Die RSG Ried Rastatt bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen, Teilnehmern, Kastner Bikes und der Schulklasse 7b, den Streckenposten sowie Helfern und gratuliert allen Finishern zu ihren starken Leistungen!

RSG-Power beim Nordschwarzwald Triathlon: 100 km Zeitfahr-Action für Sven Braun

Nagold, 16. August 2026 – Ein anspruchsvolles Streckenprofil, High-Speed-Passagen auf frischem Asphalt und ordentlich Laktat in den Beinen: Beim 100-km-Einzelzeitfahren im Rahmen des Nordschwarzwald Triathlons in Nagold – ausgetragen als Nebenwettbewerb der Deutschen Meisterschaft auf der Triathlon-Langdistanz – ging unser Vereinskollege Sven Braun an den Start. Auf dem beinharten Kurs über 1.025 Höhenmeter sicherte er sich in einem stark besetzten Teilnehmerfeld den 35. Platz in der Gesamtwertung.

Knackige Bergwertung gleich zum Auftakt

Die Rennstrecke verlangte den Athletinnen und Athleten alles ab und war in zwei Runden zu je 50 Kilometern aufgeteilt. Insgesamt stellten sich 61 Männer und 13 Frauen der 100-km-Distanz, während weitere 45 Starterinnen und Starter auf der kurzen 50-km-Strecke antraten.

Gleich zu Beginn jeder Runde wartete ein steiler Auftaktanstieg. Dieser wurde als separate Bergzeitwertung ausgefahren, bei der jeweils die schnellere Zeit der beiden Runden gewertet wurde. „Da haben es ein paar aber ordentlich wissen wollen und die Muskeln zum Kochen gebracht“, berichtete Sven nach dem Rennen schmunzelnd. In dieser Sonderwertung reihte er sich letztlich auf Platz 44 ein.

Rasant bergab im geschützten Wald

Nach dem ersten großen Anstieg ging es in welligem Terrain stetig weiter bergauf bis zum Wendepunkt. Für die schweißtreibende Kletterei wurden die Fahrer anschließend belohnt: Auf neu asphaltierten, übersichtlichen Straßen ging es rasant bergab. Da der Streckenabschnitt geschützt im Wald lag, störte auch kein Wind die tiefen Carbon-Laufräder im High-Speed-Bereich.

Ergebnisse im Überblick

  • Veranstaltung: Nordschwarzwald Triathlon Nagold (100-km-Einzelzeitfahren / Nebenwettbewerb DM Langdistanz)
  • Distanz / Höhenmeter: 100 km / 1.025 hm (2 Runden à 50 km)
  • Teilnehmer: 74 Starter auf der Langdistanz (61 Männer / 13 Frauen)
  • Gesamtwertung: Platz 35 (Sven Braun)
  • Bergzeitwertung: Platz 44 (Sven Braun)

Fazit

Ein rundum gelungenes Event, das Lust auf mehr macht! Svens Fazit fällt durchweg positiv aus: Eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung für den Rennkalender aller RSG-Vereinskameraden.

Wir suchen den Bergkönig / die Bergkönigin Ebersteinburg 2026!

ANMELDESCHLUSS FÜR DIE VORANMELDUNG: 16. September 2026

NACHMELDUNGEN VOR ORT MÖGLICH (Startgeld Nachmeldung 20 Euro, beachte die Teilnahmebedingungen: https://rsg-ried-rastatt.de/veranstaltungen/bergzeitfahren_event/bergzeitfahren-2026-teilnahmebedingungen/

Es ist der Klassiker unter den Bergzeitfahren (BZF) in Mittelbaden: Das Zeitfahren von der Förcher Kreuzung beim Schloss Favorite hinauf nach Ebersteinburg. Mehr als harte 5 Kilometer und fast 300 Höhenmeter liegen vor den Teilnehmern.

Jahrelang galt der historische Streckenrekord von Jochen Klebsch aus dem Jahr 1989 (11:38 Minuten) als unschlagbar. Doch im vergangenen Jahr wurde die magische Marke gleich von zwei Fahrern geknackt: Jack Morrissey stürmte in unglaublichen 11:10 Minuten den Berg hinauf und setzte den neuen Streckenrekord, dicht gefolgt von Martin Zehnle (11:22 Minuten).

Der Streckenrekord der Damen wurde 2020 durch Hannah Fandel mit 13:46 Minuten aufgestellt, dicht gefolgt von Pia Kummer (14:08 Minuten) im Jahr 2025.

Ob diese neue Fabelzeit in diesem Jahr gebrochen werden kann? 

Für das Unterbieten des Streckenrekords ist auch 2026 wieder eine Sonderprämie von 100 Euro ausgesetzt!

Los geht es am Samstag, 19.09.2026, um 14:00 Uhr. Im Minutenabstand gehen die Fahrer auf die Strecke. Im Anschluss findet die Siegerehrung und gemütliches Beisammensein bei Kastner Bikes in Kuppenheim, Friedrichstr. 134, 76456 Kuppenheim statt.

Teilnahmemöglichkeit für Jedermann! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 100 Teilnehmer/innen. Daher bitten wir Dich um rechtzeitige Anmeldung.

RSG Rookie Challenge:

Dieses Jahr haben wir uns noch etwas Besonderes für die Jugend überlegt – die RSG Rookie Challenge:

RSG Paarzeitfahren 2026 – Ergebnisse und Bilder

Das RSG Paarzeitfahren (offenes Zeitfahrtraining) am 23.07.2026 war ein voller Erfolg!

Bei hervorragendem Wetter und guter Stimmung durften wir insgesamt 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (17 Paare) am Start begrüßen. Wir haben uns besonders über die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer gefreut. Der erste Start erfolgte um 19:00 Uhr an der Brücke über die Moder bei Neuhaeusel bei Rheinkilometer 332. Der Wendepunkt lag kurz vor der Rheinfähre bei Drusenheim.

Beim Paarzeitfahren besteht eine Sonderwertung:

Das Siegerteam wird ermittelt anhand der gefahrenen Echtzeit abzüglich einer Zeitgutschrift, die sich nach Alter, Geschlecht und Materialstatus der Fahrer/ innen richtet.

Bonussystem:

KriteriumBonusKommentar
Weiblich90 SekundenPro Frau
Ohne Zeitfahraufsatz30 SekundenPro Person
Jedes Lebensjahr ab 406 SekundenPro Person, die im Veranstaltungsjahr das 40. Lebensjahr vollendet. Im Jahr 2026 Geburtsjahrgang 1986 und älter
Jedes Lebensjahr unter 20 Jahren20 SekundenPro Person, die im Veranstaltungsjahr das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht. Im Jahr 2026 Geburtsjahrgang 2007 und jünger.

An der Spitze lieferten sich die Duos ein enges Rennen: Den Sieg sicherten sich Oliver Roth (Cycling Team Rhein Main Rödermark) und Tjard Kopka (OEC Frankfurt) mit einer starken Wertungszeit von 33:25 Minuten. Dicht gefolgt auf Platz 2 landeten Bernd John (RC Rodenbach) und Detlev Buxbaum (RSV Idstein) mit nur 8 Sekunden Rückstand (33:33 min), knapp vor Torsten Erbe und Felix Tutsch (TriTeam SSV Ettlingen, Platz 3 in 33:36 min). Bester Fahrer der RSG Ried Rastatt war Marcus Melcher, der gemeinsam mit Moritz Gmelin (TriTeam SSV Ettlingen) den 4. Platz belegte.

Erfreulich war in diesem Jahr auch die weibliche Beteiligung: Mit Doreen Voßler und Patricia Jendrok (Crossfit Fächerstadt) war ein Frauen-Duo am Start, das sich einen starken 11. Platz sicherte. Als einziges Mixed-Team kamen Benedikt und Nora Fäger auf Platz 17 ins Ziel kamen.

Das RSG Ried gratuliert allen Starterinnen und Startern zu diesen großartigen Leistungen!

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helfer, die dieses Event erst möglich gemacht haben.

Bilder zum Paarzeitfahren 2026

Ergebnisliste RSG Ried Rastatt Paarzeitfahren 2026

PlatzFahrer 1Verein Fahrer 1Fahrer 2Verein Fahrer 2FahrzeitWertungszeit
1Oliver RothCycling Team Rhein Main RödermarkTjard KopkaOEC Frankfurt36:37 min33:25 min
2Bernd JohnRC RodenbachDetlev BuxbaumRSV Idstein39:45 min33:33 min
3Torsten ErbeTriTeam SSV EttlingenFelix TutschTriTeam SSV Ettlingen37:24 min33:36 min
4Marcus MelcherRSG Ried RastattMoritz GmelinTriTeam SSV Ettlingen38:41 min35:23 min
5Niko KirchRSV VaihingenChristian QuandtRSV Vaihingen37:19 min35:25 min
6Konradin MarxRSG Ried RastattJakob BatekRSC Wiesbaden36:45 min35:45 min
7Rafael LepiarzTriTeam SSV EttlingenTim ChristmannTriTeam SSV Ettlingen39:33 min37:15 min
8Bernd MelcherRSG Ried RastattFrank WagnerRSG Ried Rastatt42:27 min37:33 min
9Manuel Lisse—Michael Herberger—38:28 min37:34 min
10Christoph SchrodtRSG Ried RastattLeon SiemannRSG Ried Rastatt39:00 min38:30 min
11Doreen VoßlerCrossfit FächerstadtPatricia JendrokCrossfit Fächerstadt43:09 min39:09 min
12Jakob Riedlin—Marcus Rieger—42:00 min39:54 min
13Jannik WeißLG Region KarlsruheNicolas Göhr—41:01 min40:01 min
14Marius FittererCrossfit FächerstadtAndré HellmannCrossfit Fächerstadt42:13 min40:25 min
15Pierre SmitsTSV WeingartenMika SmitsTSV Weingarten44:51 min42:17 min
16Jürgen BechlerDLRG MalschTorsten ArmbrusterDLRG Malsch48:44 min45:08 min
17Benedikt Fäger—Nora Fäger—49:07 min46:37 min

RSG Paarzeitfahren 2026 am 23.07.2026

Am 23.07.2026 findet das traditionelle Paarzeitfahren (offenes Zeitfahrtraining auf eigene Gefahr mit individueller Zeitmessung) statt.

Aufgrund der sehr guten Resonanz im letzten Jahr werden wir wieder auf die französische Rheinseite ausweichen. Dies hat sich bereits im vergangenen Jahr bewährt.

Der erste Start erfolgt um 19 Uhr auf der Brücke über die Moder bei Neuhaeusel bei Rheinkilometer 332. Der Wendepunkt ist kurz vor der Rheinfähre bei Drusenheim.

Sonderwertung Paarzeitfahren

Es erfolgt für alle Teilnehmer/ innen eine Gesamtwertung. Ziel unseres Reglements ist es, einen Chancenausgleich zwischen den Geschlechtern und jungen und alten Fahrer/ innen zu schaffen. Deshalb hat die schnellste Mannschaft hat noch lange nicht gewonnen!

Um die wahren Sieger zu finden, haben wir folgende Regeln festgelegt:

Das Siegerteam wird ermittelt anhand der gefahrenen Echtzeit abzüglich einer Zeitgutschrift, die sich nach Alter, Geschlecht und Materialstatus der Fahrer/ innen richtet.

Bonussystem:

KriteriumBonusKommentar
Weiblich90 SekundenPro Frau
Ohne Zeitfahraufsatz30 SekundenPro Person
Jedes Lebensjahr ab 406 SekundenPro Person, die im Veranstaltungsjahr das 40. Lebensjahr vollendet. Im Jahr 2026 Geburtsjahrgang 1986 und älter
Jedes Lebensjahr unter 20 Jahren20 SekundenPro Person, die im Veranstaltungsjahr das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht. Im Jahr 2026 Geburtsjahrgang 2007 und jünger.

GPX-Datei zum Download

Es ist keine Voranmeldung nötig. Bitte einfach rechtzeitig vor dem Start da sein und vor Ort anmelden.

Die Zeiten werden (bei guten Wetterbedingungen) im Anschluss vor Ort nach Rücksprache mit den Teilnehmern bekanntgegeben. Später werden sie auch hier auf unserer Internetseite veröffentlicht.

IRONMAN 70.3 Elsinore: Sven Braun brilliert mit neuer Taktik in Dänemark

Helsingør/Dänemark, 21.06.2026 – Neue Rennstrategie, maximale Verpflegungskontrolle und der mutige Schritt, mit „angezogener Handbremse“ auf dem Rad Kräfte für das Finish zu sparen: Für Sven Braun von der RSG Ried Rastatt hat sich die Reise im Juni zum IRONMAN 70.3 Elsinore ins dänische Helsingør voll ausgezahlt. Nachdem er erst Ende Mai beim extrem hügeligen IRONMAN 70.3 Kraichgau ein hartes Finish nach 5:56:24 Stunden erkämpft hatte, ging die Formkurve in Dänemark steil nach oben: Nach 1,9 km Schwimmen im Ostseehafen, 90 km auf dem Rad und dem abschließenden Halbmarathon über 21,1 km überquerte der RSG-Athlet nach 5:16:43 Stunden glücklich die Ziellinie.

Mit dieser starken Endzeit landete Braun in allen Wertungen – Gesamtfeld, Herren sowie in seiner Altersklasse – souverän in der ersten Hälfte. Besonders beeindruckend war dabei seine Radperformance: Eine Zeit von unter 2,5 Stunden bescherte ihm den 403. Platz unter mehr als 2.061 Teilnehmenden auf dem Rad – und das, obwohl er sich bewusst ein straffes Watt-Limit auferlegt hatte.

Entspannte Vorbereitung im Land der Wikinger

Bereits eine Woche vor dem Startschuss reiste der Ausdauersportler an, um jeglichen Vorwettkampf-Stress zu vermeiden. „Ein Wettkampf liegt mir deutlich besser, wenn ich völlig entspannt an den Start gehen kann“, erklärt Braun rückblickend. Der kühle Kopf zahlte sich beim Schwimmauftakt im Hafenbecken aus. Das Wasser am Öresund zeigte sich zwar von seiner typisch rauen Hafenseite, blieb aber ohne krasse Wellen: „So ist zumindest kein Athlet versehentlich nach Schweden abgebogen“, schmunzelt der Triathlet. „Die Quallen, die noch am Freitag direkt unter der Oberfläche verweilten, haben sich am Wettkampftag glücklicherweise einen Meter nach unten abgesenkt.“

Starke Radzeit trotz „angezogener Handbremse“

Die 90 Kilometer lange Radstrecke führte die Aktiven malerisch an der Küste entlang, vorbei an idyllischen Seen im Hinterland und angefeuert von zahlreichen Zuschauern an den Ortsdurchfahrten. Brauns Taktik war klar: Fünf Prozent weniger Leistung treten als im Kraichgau und die letzten Kilometer zur Erholung nutzen. „Ich bin gleichmäßiger gefahren und habe kaum unnötige Körner verbrannt. Auf den letzten Kilometern habe ich die Leistung absichtlich reduziert, um im abschließenden Halbmarathon Beine zu haben. Triathlon ist eben nicht nur Radfahren, sondern das Zusammenspiel aller drei Disziplinen.“

Hexenkessel in Helsingørs Innenstadt

Der abschließende Halbmarathon verlief über 3,5 Runden um das historische Schloss Kronborg und durch die verwinkelte Innenstadt Helsingørs. „Das Fanaufgebot am Streckenrand war massiv, die Stimmung einfach genial“, berichtet Braun begeistert. Zwar forderten die Beine nach dem zweiten Wechsel ihren Tribut und machten eine kurze Dehn-Unterbrechung nach den ersten 500 Metern nötig – „eine weise Entscheidung, die gefühlten Sekunden hatte ich später zehnfach wieder drin“ –, doch Braun lief ein extrem konstant hohes Tempo (Rundenzeiten: 36 min, 35 min, 36 min).

Besonderes Highlight am Rande: Für jede absolvierte Laufrunde gab es ein farbiges Haarband als Rundenkontrolle. „Mein persönlicher Favorit war das rote Band der zweiten Runde. Ich nutze diese Bänder als hart erarbeitete Trophäen an meinem Triathlonrad, um Flaschen vor dem Herausspringen an Bodenwellen zu bewahren. Bislang hatte ich nur grüne und schwarze – rot passt nun endlich perfekt zum Design meines Rads!“

Mit der glänzenden Platzierung in den Top 20 % der Radfahrer und einem rundum gelungenen Rennergebnis blickt Sven Braun extrem zufrieden auf das dänische Abenteuer zurück. Die RSG Ried Rastatt gratuliert herzlich zu dieser herausragenden Taktik- und Ausdauerleistung!

RSG Einzelzeitfahren 2026 – Ergebnisse und Bilder

Das RSG Einzelzeitfahren (offenes Zeitfahrtraining) am 09.07.2026 war ein voller Erfolg!

Bei hervorragendem Wetter und guter Stimmung durften wir insgesamt 29 Teilnehmer am Start begrüßen. Wir haben uns besonders über die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer gefreut. Der erste Start erfolgt um 19:01 Uhr an der Brücke über die Moder bei Neuhaeusel bei Rheinkilometer 332. Der Wendepunkt lag kurz vor der Rheinfähre bei Drusenheim.

An der Spitze glänzte erneut der Lokalmatador Ben Witt: Mit seinem „Abonnement“ auf die schnellste Zeit unterstrich er seine Dominanz und steigerte seinen Schnitt vom letzten Jahr sogar um ca. 2 km/h auf ca. 48 km/h. Zweiter wurde Jörg Baugartner und vor Daniel Iannetta auf Platz 3. Bester Fahrer der RSG Ried Rastatt war Sven Braun auf Platz 10.

Leider konnten wir dieses Jahr keine Frau am Start begrüßen. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helfer, die dieses Event erst möglich gemacht haben.

Zur Info: Es gab einen Sturz, bei dem einer unserer Teilnehmer das Rennen vorzeitig beenden musste. Wir können Entwarnung geben: Ihm geht es gut.

Bilder zum Einzelzeitfahren

Bilder zum Einzelzeitfahren – Start/Zielbereich

Die Ergebnisse im Überblick:

PlatzStart-Nr.NameVereinZeit
13Ben Witt–35:40 min
227Jörg Baumgartner–37:20 min
329Daniel IannettaTMB Malterdingen37:22 min
411Felix TutschTri Team SSV Ettlingen37:57 min
520Christian QuandtRSV Traunstein38:04 min
61Tjard KopkaOEC Frankfurt38:05 min
76Rainer Hoke–38:57 min
823Benjamin LeichtSG Stern Gaggenau39:17 min
919Jan BauerRSV Vaihingen39:28 min
1012Sven BraunRSG Ried Rastatt40:00 min
112Detlev Buxbaum–40:41 min
1214Christian HeimlichSSC Schweighouse40:46 min
1315Christoph SchrodRSG Ried Rastatt41:02 min
147Marco Käppler–41:18 min
159Ralf HafermannRSG Ried Rastatt41:48 min
165Peter KühnleRSC Donaueschingen41:59 min
1713Daniel SchorrRV Schwalbe Ellmendingen42:06 min
1828Steffen SchmelzleTri Team SSV Ettlingen42:12 min
1924Ruben Heusser–42:22 min
2021Martin PeterRSG Ried Rastatt43:53 min
214Christian Rustemeier–44:37 min
228Frank WagnerRSG Ried Rastatt44:51 min
2316Sebastian Braun–44:54 min
2410Fabrice KirschSchweighouse45:03 min
2517Daniel ZumkellerRSG Ried Rastatt45:23 min
2622Markus GermerTri Team SSV Ettlingen48:10 min
2725Thomas Degenkolb–52:00 min
2818Hajrudin Muminovic–52:12 min
–26Davide BrizzolaraRSG Ried RastattDNF

Wir gratulieren allen Teilnehmenden zu ihren starken Leistungen!

Einzelzeitfahren am 09.07.2026 (NEUER TERMIN)

Aufgrund der extremen Temperaturen verschieben wir das traditionelle Einzelzeitfahren auf den 09.07.2026.

Am 09.07.2026 findet das traditionelle Einzelzeitfahren (Trainingsfahrt auf eigene Gefahr mit individueller Zeitmessung) statt.

Aufgrund der sehr guten Resonanz im letzten Jahr werden wir wieder auf die französische Rheinseite ausweichen. Dies hat sich bereits im vergangenen Jahr bewährt.

Der erste Start erfolgt um 19 Uhr auf der Brücke über die Moder bei Neuhaeusel bei Rheinkilometer 332. Der Wendepunkt ist kurz vor der Rheinfähre bei Drusenheim.

GPX-Datei zum Download

Es ist keine Voranmeldung nötig. Bitte einfach rechtzeitig vor dem Start da sein und vor Ort anmelden.

Die Zeiten werden (bei guten Wetterbedingungen) im Anschluss vor Ort nach Rücksprache mit den Teilnehmern bekanntgegeben. Später werden sie auch hier auf unserer Internetseite veröffentlicht.

„Wäre es einfach, hieß es Kupfermann“: Sven Braun bezwingt den Ironman 70.3 mit Herz und Humor

Rastatt / Kraichgau, 31.05.2026 – Die Faszination Triathlon lebt von den Geschichten, die auf der Strecke geschrieben werden. Für die RSG Ried Rastatt ging Sven Braun am vergangenen Sonntag bei seiner zweiten Mitteldistanz an den Start – genauer gesagt bei einem echten Ironman-70.3-Rennen. Gegenüber seiner Premiere im Vorjahr kamen durch die Streckenführung diesmal in Summe elf Kilometer mehr über alle Disziplinen auf den Tacho. Dass ein solcher Wettkampf neben harter Arbeit im Sattel und in den Laufschuhen auch jede Menge Kameradschaft und Humor bereithält, zeigt Svens unfiltrierter Rennbericht aus der Cockpit-Perspektive:

Es lief viel besser als vergangenes Jahr. Ich hatte meine Kräfte besser eingeteilt, aber es lief dennoch nicht ganz so wie gedacht.

Ich war zuletzt so wenig zum Freiwasser-Schwimmen gekommen, dass ich mich im Wasser nur wenig verbessert hatte. Aber immerhin hatte ich keine Probleme. Ich hatte mich beim Start bei den Athleten einsortiert, die 35 bis 40 Minuten für die 1,9 km brauchen wollen, und kam auch nach 38,5 Minuten aus dem Wasser. Eine Geschwindigkeit von rund 3 km/h ist für mich gerade so okay. Zweimal an den Wendebojen im Wasser hat man sich zwar wie in einer Waschmaschine gefühlt – aber zum Glück im Schongang und nicht im Koch-Bunt-Schleudergang! Das macht Ironman mit dem Rolling-Start wirklich super, es ist echt gut, wie sich das Feld dadurch in die Länge zieht.

Auf dem Rad bin ich eigentlich sofort nach links auf die Überholspur gewechselt. Nur an den steilsten Prozenten wurde ich an den Anstiegen überholt – aber in allen sanften Steigungen, in der Ebene und vor allem auf den Abfahrten habe ich reihenweise Plätze gutgemacht. Das Feeling ist einfach cool, wenn man mit 70 bis 75 km/h in den Aero-Bars liegend und einer Trittfrequenz von 110 U/min an anderen vorbeirauscht, die bergab mit 50 km/h nur noch rollen lassen, weil ihnen schlicht die Übersetzung ausgeht. Ich war nur leider viel zu schnell auf dem Rad unterwegs: Geplant war eigentlich ein Schnitt von 30 km/h. Am Ende standen gut 33 km/h auf dem Tacho!

Tja, aber nach dem Radfahren kommt eben noch der Halbmarathon. Und da fehlte mir dann nach dem schnellen Radsplit doch irgendwie der Punch. Zwar hatte ich keine muskulären Probleme, aber an eine gute Pace war nicht mehr zu denken. Also: Kein Thema, Survival-Mode an und den Halbmarathon schrittweise in Angriff nehmen! Die Schilder am Streckenrand mit Aufschriften wie ‚Aufgeben kannst du bei der Post!‘, ‚Du bist nicht müde, du freust dich nur!‘, ‚Genieße es, du hast dafür bezahlt‘ und natürlich das obligatorische Super-Mario-Schild ‚Push here to power up‘ haben mental doch sehr geholfen.

Überhaupt waren die Athleten untereinander super nett, rücksichtsvoll und mega faire Sportler. Mir ist beispielsweise in der zweiten Wechselzone bei einer Bodenwelle der Radschuh vom Rad gesprungen (ich war beim Schieben barfuß unterwegs) und ein anderer Starter hat ihn mir glücklicherweise aufgehoben und hinterhergebracht.

Beim Wetter hatten wir ebenfalls mega Glück – es war super Wetter bis zum Lauf. Auf meiner zweiten von drei Laufrunden kam dann allerdings ein heftiger Regenschauer herunter. Als danach die Sonne wieder einsetzte, wurde es schlagartig extrem schwül und heiß, sodass ich ordentlich gelitten habe. Aber so ist das halt. Wäre es einfach, hieß es ja nicht Ironman, sondern Kupfermann!

Die Ergebnisse im Detail

Laut den offiziellen Ergebnissen teilen sich Svens Zeiten und Platzierungen wie folgt auf:

Disziplin / WertungDistanzZeitPlatzierung AltersklassePlatzierung GeschlechtGesamtplatzierung
Schwimmen1,9 km0:38:35 h17310901345
Radfahren90 km2:45:40 h130769876
Laufen21,1 km2:21:27 h19412031458
Gesamtzeit–5:56:24 h19412031458
  • Startnummer: 1901
  • Altersklasse: M35-39
  • Altersklassen-Punkte: 1.609 Punkte

Stolz im Ziel

Auch wenn der abschließende Halbmarathon im „Survival-Mode“ erkämpft werden musste: Die Gesamtzeit von unter sechs Stunden ist auf dem profilierten Kraichgau-Kurs eine starke Leistung! Die RSG Ried Rastatt gratuliert Sven ganz herzlich zu diesem erfolgreichen Finish und dem perfekten Pacing auf dem Rad. Die Zähne bei schwierigen Bedingungen im Finale zusammenzubeißen und das Ding ins Ziel zu bringen, macht einen guten Athleten aus. Ruh dich gut aus, Sven – der „Kupfermann“ kann definitiv einpacken!