Am 25.06.2026 führen wir wieder das traditionelle Einzelzeitfahren (Trainingsfahrt auf eigene Gefahr mit individueller Zeitmessung) durch.
Aufgrund der sehr guten Resonanz im letzten Jahr werden wir wieder auf die französische Rheinseite ausweichen. Dies hat sich bereits im vergangenen Jahr bewährt.
Der erste Start erfolgt um 19 Uhr auf der Brücke über die Moder bei Neuhaeusel bei Rheinkilometer 332. Der Wendepunkt ist kurz vor der Rheinfähre bei Drusenheim. GPX-Datei zum Download
Es ist keine Voranmeldung nötig. Bitte einfach rechtzeitig vor dem Start da sein und vor Ort anmelden.
Die Zeiten werden (bei guten Wetterbedingungen) im Anschluss vor Ort bekanntgegeben. Später werden sie auch hier auf unserer Internetseite veröffentlicht.
Rastatt / Kraichgau, 31.05.2026 – Die Faszination Triathlon lebt von den Geschichten, die auf der Strecke geschrieben werden. Für die RSG Ried Rastatt ging Sven Braun am vergangenen Sonntag bei seiner zweiten Mitteldistanz an den Start – genauer gesagt bei einem echten Ironman-70.3-Rennen. Gegenüber seiner Premiere im Vorjahr kamen durch die Streckenführung diesmal in Summe elf Kilometer mehr über alle Disziplinen auf den Tacho. Dass ein solcher Wettkampf neben harter Arbeit im Sattel und in den Laufschuhen auch jede Menge Kameradschaft und Humor bereithält, zeigt Svens unfiltrierter Rennbericht aus der Cockpit-Perspektive:
Es lief viel besser als vergangenes Jahr. Ich hatte meine Kräfte besser eingeteilt, aber es lief dennoch nicht ganz so wie gedacht.
Ich war zuletzt so wenig zum Freiwasser-Schwimmen gekommen, dass ich mich im Wasser nur wenig verbessert hatte. Aber immerhin hatte ich keine Probleme. Ich hatte mich beim Start bei den Athleten einsortiert, die 35 bis 40 Minuten für die 1,9 km brauchen wollen, und kam auch nach 38,5 Minuten aus dem Wasser. Eine Geschwindigkeit von rund 3 km/h ist für mich gerade so okay. Zweimal an den Wendebojen im Wasser hat man sich zwar wie in einer Waschmaschine gefühlt – aber zum Glück im Schongang und nicht im Koch-Bunt-Schleudergang! Das macht Ironman mit dem Rolling-Start wirklich super, es ist echt gut, wie sich das Feld dadurch in die Länge zieht.
Auf dem Rad bin ich eigentlich sofort nach links auf die Überholspur gewechselt. Nur an den steilsten Prozenten wurde ich an den Anstiegen überholt – aber in allen sanften Steigungen, in der Ebene und vor allem auf den Abfahrten habe ich reihenweise Plätze gutgemacht. Das Feeling ist einfach cool, wenn man mit 70 bis 75 km/h in den Aero-Bars liegend und einer Trittfrequenz von 110 U/min an anderen vorbeirauscht, die bergab mit 50 km/h nur noch rollen lassen, weil ihnen schlicht die Übersetzung ausgeht. Ich war nur leider viel zu schnell auf dem Rad unterwegs: Geplant war eigentlich ein Schnitt von 30 km/h. Am Ende standen gut 33 km/h auf dem Tacho!
Tja, aber nach dem Radfahren kommt eben noch der Halbmarathon. Und da fehlte mir dann nach dem schnellen Radsplit doch irgendwie der Punch. Zwar hatte ich keine muskulären Probleme, aber an eine gute Pace war nicht mehr zu denken. Also: Kein Thema, Survival-Mode an und den Halbmarathon schrittweise in Angriff nehmen! Die Schilder am Streckenrand mit Aufschriften wie ‚Aufgeben kannst du bei der Post!‘, ‚Du bist nicht müde, du freust dich nur!‘, ‚Genieße es, du hast dafür bezahlt‘ und natürlich das obligatorische Super-Mario-Schild ‚Push here to power up‘ haben mental doch sehr geholfen.
Überhaupt waren die Athleten untereinander super nett, rücksichtsvoll und mega faire Sportler. Mir ist beispielsweise in der zweiten Wechselzone bei einer Bodenwelle der Radschuh vom Rad gesprungen (ich war beim Schieben barfuß unterwegs) und ein anderer Starter hat ihn mir glücklicherweise aufgehoben und hinterhergebracht.
Beim Wetter hatten wir ebenfalls mega Glück – es war super Wetter bis zum Lauf. Auf meiner zweiten von drei Laufrunden kam dann allerdings ein heftiger Regenschauer herunter. Als danach die Sonne wieder einsetzte, wurde es schlagartig extrem schwül und heiß, sodass ich ordentlich gelitten habe. Aber so ist das halt. Wäre es einfach, hieß es ja nicht Ironman, sondern Kupfermann!
Die Ergebnisse im Detail
Laut den offiziellen Ergebnissen teilen sich Svens Zeiten und Platzierungen wie folgt auf:
Disziplin / Wertung
Distanz
Zeit
Platzierung Altersklasse
Platzierung Geschlecht
Gesamtplatzierung
Schwimmen
1,9 km
0:38:35 h
173
1090
1345
Radfahren
90 km
2:45:40 h
130
769
876
Laufen
21,1 km
2:21:27 h
194
1203
1458
Gesamtzeit
–
5:56:24 h
194
1203
1458
Startnummer: 1901
Altersklasse: M35-39
Altersklassen-Punkte: 1.609 Punkte
Stolz im Ziel
Auch wenn der abschließende Halbmarathon im „Survival-Mode“ erkämpft werden musste: Die Gesamtzeit von unter sechs Stunden ist auf dem profilierten Kraichgau-Kurs eine starke Leistung! Die RSG Ried Rastatt gratuliert Sven ganz herzlich zu diesem erfolgreichen Finish und dem perfekten Pacing auf dem Rad. Die Zähne bei schwierigen Bedingungen im Finale zusammenzubeißen und das Ding ins Ziel zu bringen, macht einen guten Athleten aus. Ruh dich gut aus, Sven – der „Kupfermann“ kann definitiv einpacken!
Kraichgau, 31.05.2026 – Der Ironman 70.3 Kraichgau ist unter Triathleten berühmt-berüchtigt: Die anspruchsvolle Strecke durch das „Land der 1000 Hügel“ verlangt den Athleten mit ihren knackigen Höhenmetern auf dem Rad und beim Laufen alles ab. Für Sabine Volz von der RSG Ried Rastatt stand am vergangenen Sonntag die persönliche Premiere auf dieser speziellen, harten Strecke an. Nach acht Monaten intensiver Vorbereitung und einer von einem Trainingssturz geprägten Vorgeschichte lieferte sie ein grandioses Rennen ab. Am Ende sprang ein starker 16. Platz in einem extrem hochkarätig besetzten Frauen-Feld heraus.
Wie Sabine das Rennen erlebte, welche mentalen Kämpfe sie ausfechten musste und warum das Publikum sie ins Ziel trug, berichtet sie hier im exklusiven Einblick:
Der Ironman 70.3 im Kraichgau war mein erstes Mal auf dieser Strecke. Er gilt als recht schwierig wegen der vielen Höhenmeter, sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen. Aber da ich gerne Höhenmeter fahre, dachte ich mir: Das passt vielleicht ganz gut zu mir. Circa acht Monate habe ich mich mit meinem Trainer darauf vorbereitet.
Schwimmen ist grundsätzlich nicht unbedingt meine Paradedisziplin, weshalb ich das Hauptaugenmerk im Training auf das Radfahren und Laufen gelegt hatte – da war ich auch sehr zuversichtlich. Spannend wurde es bei der Materialschlacht: Ich habe bis ein, zwei Tage vor dem Start überlegt, ob ich mit dem TT-Rad (Zeitfahrrad) oder doch mit dem normalen Rennrad fahre. Durch einen Sturz in der Toskana hatte ich wegen meiner Schulter leider noch nicht so viele Trainingskilometer auf dem TT-Rad absolvieren können. Letztendlich entschieden wir uns aber: Wir testen es einfach!
Der Renntag startete früh. Nach dem Aufstehen um 6:45 Uhr fiel um 8:30 Uhr der Schwimmstart. Im Wasser war es mega heftig. Es sind einfach unglaublich viele Menschen im See, man hat überall Arme und Beine um sich herum – das kann man im Schwimmbad so nicht simulieren. Ich war tatsächlich froh, als ich aus dem Wasser stieg. Der Wechsel aufs Rad klappte gut.
Die Radstrecke hatte es in sich: Ein ständiges Auf und Ab. Man kann es nicht direkt Berge nennen, es sind eher dauerhafte, lange Hügel. Du hast kaum flache Strecken. Und das dann mit einem Zeitfahrrad, auf dem man noch nicht so oft saß. Insgesamt war ich aber super zufrieden: Ein 30er-Schnitt auf diese Höhenmeter war echt top! Ich habe auf dem Rad auch nicht meine allerletzte Energie gelassen und fühlte mich beim zweiten Wechsel eigentlich noch gut.
Nach zwei bis drei Kilometern auf der Laufstrecke kam dann allerdings der Hammer. Die Oberschenkel machten komplett zu. Die Muskulatur war das TT-Fahren und den direkten Wechsel zum Laufen einfach noch nicht gewohnt – das hatte ich verletzungsbedingt im Training kaum üben können. Erschwerend kam hinzu, dass auch die Laufstrecke im Kraichgau alles andere als flach ist. Mental musste ich extrem kämpfen, wenn man muskulär so am Ende ist.
Was mich gerettet hat, waren die unglaublich vielen Zuschauer! Der Kraichgau ist bekannt für sein tolles Publikum. Die Menschen pushen dich, rufen deinen Namen, obwohl sie dich gar nicht kennen – das ist pure Motivation. Zudem war mit Dennis und meinen besten Freunden ein eigener Support-Club vor Ort. Am Ende habe ich in allen drei Disziplinen meine persönlichen Bestleistungen und Bestzeiten abrufen können! Auch wenn der Schmerz beim Laufen heftig war und ich im Ziel erst einmal komplett fertig war, bin ich super zufrieden.
Ein kleiner Traum war im Vorfeld ein Slot für die Weltmeisterschaft in Nizza. Letztes Jahr wäre ich mit meiner Endzeit locker unter den Top Ten gelandet, dieses Jahr reichte es in dem extrem starken Frauen-Feld für Platz 16. Das Niveau war dieses Jahr einfach brutal hoch, weshalb es mit dem Slot nicht ganz geklappt hat – aber das war ohnehin nur ein ‚Nice-to-have‘.
Die Ergebnisse im Detail
Sabines offizielle Finisher-Zeiten und Platzierungen teilen sich wie folgt auf:
Disziplin / Wertung
Distanz
Zeit
Platz Altersklasse
Platz Geschlecht
Platz Gesamt
Schwimmen
1,9 km
0:37:23 h
26
213
1146
Radfahren
90 km
2:48:23 h
18
114
907
Laufen
21,1 km
1:40:48 h
16
97
735
Gesamtzeit
–
5:18:03 h
16
97
735
Startnummer: 2370
Altersklasse: F35-39 (Platz 16 von 74 Starterinnen)
Erreichte Punkte: 2.868 Punkte
Nächstes Ziel: Leipzig
Nach diesem denkwürdigen und erfolgreichen Tag im Kraichgau richtet Sabine den Blick bereits nach vorne. Ende August steht die nächste Mitteldistanz in Leipzig an: „Jetzt weiß ich genau, woran ich im Training noch arbeiten muss. Leipzig ist im Gegensatz zum Kraichgau komplett flach auf der Rad- und Laufstrecke – da sieht man dann vielleicht noch mal einen Unterschied!“, freut sich Sabine auf die nächste Herausforderung.
Die RSG Ried Rastatt gratuliert Sabine zu dieser grandiosen Willensleistung, den drei neuen persönlichen Bestzeiten und einem fantastischen 16. Platz in der stark besetzten Altersklasse F35-39!
Karlsruhe – Kurz, steil, spektakulär: Beim traditionsreichen 23. Lemming Turmbergrennen stellten sich Alex Lorenz und Christoph Schrod von der RSG Ried Rastatt dem Kampf gegen die Uhr und die Konkurrenz. In einem riesigen Feld von 242 männlichen Startern überzeugten beide sowohl im Einzelzeitfahren als auch in den anschließenden packenden Finalläufen am Karlsruher Hausberg.
Die voll gesperrte Strecke verlangt den Fahrerinnen und Fahrern auf ihrer kurzen Distanz alles ab: Auf 1,8 Kilometern gilt es, knackige 120 Höhenmeter mit Steigungsspitzen von bis zu 13 % zu bezwingen. Ein echtes Laktat-Fest, bei dem nach dem Qualifikations-Zeitfahren die Finalläufe im direkten Duell ausgetragen werden.
Alex Lorenz stürmt in die Top 10 des A-Finales
Alex Lorenz zeigte von Beginn an eine beeindruckende Performance. Bereits im Einzelzeitfahren brannte er eine Spitzenzeit von 04:25,59 Minuten (Schnitt: 24,39 km/h) in den Asphalt. Das bedeutete Gesamtplatz 13 und den starken 9. Platz in seiner Altersklasse (Männer Hauptklasse).
Damit qualifizierte er sich souverän für das prestigeträchtige A-Finale der Männer. Dort mobilisierte Alex noch einmal alle Reserven, steigerte seine Zeit im direkten Duell sensationell auf 04:03,76 Minuten und sicherte sich einen überragenden 7. Platz im Gesamtklassement.
Christoph Schrod mit starkem Finish im C-Finale
Auch Christoph Schrod zeigte eine kämpferisch erstklassige Leistung. Im Einzelzeitfahren bezwang er die Rampen in 05:15,69 Minuten (Schnitt: 20,52 km/h). Damit landete er auf dem soliden 79. Gesamtplatz und Rang 27 in der stark besetzten Altersklasse M30.
Im anschließenden C-Finale drehte Christoph dann noch einmal richtig auf: Er pulverisierte seine Zeit aus dem Vorlauf, sprintete nach nur 05:03 Minuten über den Zielstrich und belohnte sich mit einem hervorragenden 6. Platz in diesem Finallauf.
Beide Fahrer demonstrierten auf der intensiven Bergstrecke ihre tolle Form und vertraten die Farben der RSG Ried Rastatt im Karlsruher Raum erstklassig.
Chapeau an unser Berg-Duo! Die RSG Ried gratuliert Alex und Christoph zu diesen großartigen Zeiten und den starken Platzierungen im Finale!