Hügelsheim – Was für ein herrlicher Sommerabend gestern am Erländersee! Bei bestem Wetter, strahlendem Sonnenschein und super Stimmung ging die 28. Auflage unseres RSG-Triathlons erfolgreich über die Bühne.
Ihr wollt wissen, wer die schnellsten Zeiten ins Wasser und auf den Asphalt gezaubert hat, oder sucht nach den Schnappschüssen des Tages? Ab sofort sind alle Zeiten und die Bildergalerie für euch abrufbar!
Die 28. Auflage unseres kleinen Feierabendtriathlons wird auch dieses Jahr wieder am Erländersee Hügelsheim stattfinden. Es würde uns sehr freuen, euch alle wie letztes Jahr an diesem Austragungsort begrüßen zu dürfen. Die Anmeldung ist aufgrund der hohen Teilnehmernachfrage bereits seit geraumer Zeit geschlossen.Wir sind ausgebucht.
Die flache Radstrecke auf der Rheinuferstraße birgt in Sachen Verkehr wenig Gefahr und das Schwimmen und Laufen sind ebenfalls in toller Umgebung möglich. Familie Pichler erwartet Euch in ihrer Mosquito Strandbar ab ca. 21.00 Uhr zur Siegerehrung und zum gemütlichen Wettkampfausklang.
Zuschauer
Natürlich können sich Zuschauer den Triathlon anschauen und sehr gerne auch die Athleten/-innen anfeuern.
Wir bitten darum mitzuhelfen die Parksituation am Erländersee zu entzerren – parkt bitte an der Zeltdachhalle an der Rheinstraße in Hügelsheim. Von dort sind es nur wenige Minuten zur Anmeldung an der Mosquitobar. Vielen Dank!
Kraichgau, 31.05.2026 – Der Ironman 70.3 Kraichgau ist unter Triathleten berühmt-berüchtigt: Die anspruchsvolle Strecke durch das „Land der 1000 Hügel“ verlangt den Athleten mit ihren knackigen Höhenmetern auf dem Rad und beim Laufen alles ab. Für Sabine Volz von der RSG Ried Rastatt stand am vergangenen Sonntag die persönliche Premiere auf dieser speziellen, harten Strecke an. Nach acht Monaten intensiver Vorbereitung und einer von einem Trainingssturz geprägten Vorgeschichte lieferte sie ein grandioses Rennen ab. Am Ende sprang ein starker 16. Platz in einem extrem hochkarätig besetzten Frauen-Feld heraus.
Wie Sabine das Rennen erlebte, welche mentalen Kämpfe sie ausfechten musste und warum das Publikum sie ins Ziel trug, berichtet sie hier im exklusiven Einblick:
Der Ironman 70.3 im Kraichgau war mein erstes Mal auf dieser Strecke. Er gilt als recht schwierig wegen der vielen Höhenmeter, sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen. Aber da ich gerne Höhenmeter fahre, dachte ich mir: Das passt vielleicht ganz gut zu mir. Circa acht Monate habe ich mich mit meinem Trainer darauf vorbereitet.
Schwimmen ist grundsätzlich nicht unbedingt meine Paradedisziplin, weshalb ich das Hauptaugenmerk im Training auf das Radfahren und Laufen gelegt hatte – da war ich auch sehr zuversichtlich. Spannend wurde es bei der Materialschlacht: Ich habe bis ein, zwei Tage vor dem Start überlegt, ob ich mit dem TT-Rad (Zeitfahrrad) oder doch mit dem normalen Rennrad fahre. Durch einen Sturz in der Toskana hatte ich wegen meiner Schulter leider noch nicht so viele Trainingskilometer auf dem TT-Rad absolvieren können. Letztendlich entschieden wir uns aber: Wir testen es einfach!
Der Renntag startete früh. Nach dem Aufstehen um 6:45 Uhr fiel um 8:30 Uhr der Schwimmstart. Im Wasser war es mega heftig. Es sind einfach unglaublich viele Menschen im See, man hat überall Arme und Beine um sich herum – das kann man im Schwimmbad so nicht simulieren. Ich war tatsächlich froh, als ich aus dem Wasser stieg. Der Wechsel aufs Rad klappte gut.
Die Radstrecke hatte es in sich: Ein ständiges Auf und Ab. Man kann es nicht direkt Berge nennen, es sind eher dauerhafte, lange Hügel. Du hast kaum flache Strecken. Und das dann mit einem Zeitfahrrad, auf dem man noch nicht so oft saß. Insgesamt war ich aber super zufrieden: Ein 30er-Schnitt auf diese Höhenmeter war echt top! Ich habe auf dem Rad auch nicht meine allerletzte Energie gelassen und fühlte mich beim zweiten Wechsel eigentlich noch gut.
Nach zwei bis drei Kilometern auf der Laufstrecke kam dann allerdings der Hammer. Die Oberschenkel machten komplett zu. Die Muskulatur war das TT-Fahren und den direkten Wechsel zum Laufen einfach noch nicht gewohnt – das hatte ich verletzungsbedingt im Training kaum üben können. Erschwerend kam hinzu, dass auch die Laufstrecke im Kraichgau alles andere als flach ist. Mental musste ich extrem kämpfen, wenn man muskulär so am Ende ist.
Was mich gerettet hat, waren die unglaublich vielen Zuschauer! Der Kraichgau ist bekannt für sein tolles Publikum. Die Menschen pushen dich, rufen deinen Namen, obwohl sie dich gar nicht kennen – das ist pure Motivation. Zudem war mit Dennis und meinen besten Freunden ein eigener Support-Club vor Ort. Am Ende habe ich in allen drei Disziplinen meine persönlichen Bestleistungen und Bestzeiten abrufen können! Auch wenn der Schmerz beim Laufen heftig war und ich im Ziel erst einmal komplett fertig war, bin ich super zufrieden.
Ein kleiner Traum war im Vorfeld ein Slot für die Weltmeisterschaft in Nizza. Letztes Jahr wäre ich mit meiner Endzeit locker unter den Top Ten gelandet, dieses Jahr reichte es in dem extrem starken Frauen-Feld für Platz 16. Das Niveau war dieses Jahr einfach brutal hoch, weshalb es mit dem Slot nicht ganz geklappt hat – aber das war ohnehin nur ein ‚Nice-to-have‘.
Die Ergebnisse im Detail
Sabines offizielle Finisher-Zeiten und Platzierungen teilen sich wie folgt auf:
Disziplin / Wertung
Distanz
Zeit
Platz Altersklasse
Platz Geschlecht
Platz Gesamt
Schwimmen
1,9 km
0:37:23 h
26
213
1146
Radfahren
90 km
2:48:23 h
18
114
907
Laufen
21,1 km
1:40:48 h
16
97
735
Gesamtzeit
–
5:18:03 h
16
97
735
Startnummer: 2370
Altersklasse: F35-39 (Platz 16 von 74 Starterinnen)
Erreichte Punkte: 2.868 Punkte
Nächstes Ziel: Leipzig
Nach diesem denkwürdigen und erfolgreichen Tag im Kraichgau richtet Sabine den Blick bereits nach vorne. Ende August steht die nächste Mitteldistanz in Leipzig an: „Jetzt weiß ich genau, woran ich im Training noch arbeiten muss. Leipzig ist im Gegensatz zum Kraichgau komplett flach auf der Rad- und Laufstrecke – da sieht man dann vielleicht noch mal einen Unterschied!“, freut sich Sabine auf die nächste Herausforderung.
Die RSG Ried Rastatt gratuliert Sabine zu dieser grandiosen Willensleistung, den drei neuen persönlichen Bestzeiten und einem fantastischen 16. Platz in der stark besetzten Altersklasse F35-39!