IRONMAN 70.3 Elsinore: Sven Braun brilliert mit neuer Taktik in Dänemark

Helsingør/Dänemark, 21.06.2026 – Neue Rennstrategie, maximale Verpflegungskontrolle und der mutige Schritt, mit „angezogener Handbremse“ auf dem Rad Kräfte für das Finish zu sparen: Für Sven Braun von der RSG Ried Rastatt hat sich die Reise im Juni zum IRONMAN 70.3 Elsinore ins dänische Helsingør voll ausgezahlt. Nachdem er erst Ende Mai beim extrem hügeligen IRONMAN 70.3 Kraichgau ein hartes Finish nach 5:56:24 Stunden erkämpft hatte, ging die Formkurve in Dänemark steil nach oben: Nach 1,9 km Schwimmen im Ostseehafen, 90 km auf dem Rad und dem abschließenden Halbmarathon über 21,1 km überquerte der RSG-Athlet nach 5:16:43 Stunden glücklich die Ziellinie.

Mit dieser starken Endzeit landete Braun in allen Wertungen – Gesamtfeld, Herren sowie in seiner Altersklasse – souverän in der ersten Hälfte. Besonders beeindruckend war dabei seine Radperformance: Eine Zeit von unter 2,5 Stunden bescherte ihm den 403. Platz unter mehr als 2.061 Teilnehmenden auf dem Rad – und das, obwohl er sich bewusst ein straffes Watt-Limit auferlegt hatte.

Entspannte Vorbereitung im Land der Wikinger

Bereits eine Woche vor dem Startschuss reiste der Ausdauersportler an, um jeglichen Vorwettkampf-Stress zu vermeiden. „Ein Wettkampf liegt mir deutlich besser, wenn ich völlig entspannt an den Start gehen kann“, erklärt Braun rückblickend. Der kühle Kopf zahlte sich beim Schwimmauftakt im Hafenbecken aus. Das Wasser am Öresund zeigte sich zwar von seiner typisch rauen Hafenseite, blieb aber ohne krasse Wellen: „So ist zumindest kein Athlet versehentlich nach Schweden abgebogen“, schmunzelt der Triathlet. „Die Quallen, die noch am Freitag direkt unter der Oberfläche verweilten, haben sich am Wettkampftag glücklicherweise einen Meter nach unten abgesenkt.“

Starke Radzeit trotz „angezogener Handbremse“

Die 90 Kilometer lange Radstrecke führte die Aktiven malerisch an der Küste entlang, vorbei an idyllischen Seen im Hinterland und angefeuert von zahlreichen Zuschauern an den Ortsdurchfahrten. Brauns Taktik war klar: Fünf Prozent weniger Leistung treten als im Kraichgau und die letzten Kilometer zur Erholung nutzen. „Ich bin gleichmäßiger gefahren und habe kaum unnötige Körner verbrannt. Auf den letzten Kilometern habe ich die Leistung absichtlich reduziert, um im abschließenden Halbmarathon Beine zu haben. Triathlon ist eben nicht nur Radfahren, sondern das Zusammenspiel aller drei Disziplinen.“

Hexenkessel in Helsingørs Innenstadt

Der abschließende Halbmarathon verlief über 3,5 Runden um das historische Schloss Kronborg und durch die verwinkelte Innenstadt Helsingørs. „Das Fanaufgebot am Streckenrand war massiv, die Stimmung einfach genial“, berichtet Braun begeistert. Zwar forderten die Beine nach dem zweiten Wechsel ihren Tribut und machten eine kurze Dehn-Unterbrechung nach den ersten 500 Metern nötig – „eine weise Entscheidung, die gefühlten Sekunden hatte ich später zehnfach wieder drin“ –, doch Braun lief ein extrem konstant hohes Tempo (Rundenzeiten: 36 min, 35 min, 36 min).

Besonderes Highlight am Rande: Für jede absolvierte Laufrunde gab es ein farbiges Haarband als Rundenkontrolle. „Mein persönlicher Favorit war das rote Band der zweiten Runde. Ich nutze diese Bänder als hart erarbeitete Trophäen an meinem Triathlonrad, um Flaschen vor dem Herausspringen an Bodenwellen zu bewahren. Bislang hatte ich nur grüne und schwarze – rot passt nun endlich perfekt zum Design meines Rads!“

Mit der glänzenden Platzierung in den Top 20 % der Radfahrer und einem rundum gelungenen Rennergebnis blickt Sven Braun extrem zufrieden auf das dänische Abenteuer zurück. Die RSG Ried Rastatt gratuliert herzlich zu dieser herausragenden Taktik- und Ausdauerleistung!