„Wäre es einfach, hieß es Kupfermann“: Sven Braun bezwingt den Ironman 70.3 mit Herz und Humor

Rastatt / Kraichgau, 31.05.2026 – Die Faszination Triathlon lebt von den Geschichten, die auf der Strecke geschrieben werden. Für die RSG Ried Rastatt ging Sven Braun am vergangenen Sonntag bei seiner zweiten Mitteldistanz an den Start – genauer gesagt bei einem echten Ironman-70.3-Rennen. Gegenüber seiner Premiere im Vorjahr kamen durch die Streckenführung diesmal in Summe elf Kilometer mehr über alle Disziplinen auf den Tacho. Dass ein solcher Wettkampf neben harter Arbeit im Sattel und in den Laufschuhen auch jede Menge Kameradschaft und Humor bereithält, zeigt Svens unfiltrierter Rennbericht aus der Cockpit-Perspektive:

Es lief viel besser als vergangenes Jahr. Ich hatte meine Kräfte besser eingeteilt, aber es lief dennoch nicht ganz so wie gedacht.

Ich war zuletzt so wenig zum Freiwasser-Schwimmen gekommen, dass ich mich im Wasser nur wenig verbessert hatte. Aber immerhin hatte ich keine Probleme. Ich hatte mich beim Start bei den Athleten einsortiert, die 35 bis 40 Minuten für die 1,9 km brauchen wollen, und kam auch nach 38,5 Minuten aus dem Wasser. Eine Geschwindigkeit von rund 3 km/h ist für mich gerade so okay. Zweimal an den Wendebojen im Wasser hat man sich zwar wie in einer Waschmaschine gefühlt – aber zum Glück im Schongang und nicht im Koch-Bunt-Schleudergang! Das macht Ironman mit dem Rolling-Start wirklich super, es ist echt gut, wie sich das Feld dadurch in die Länge zieht.

Auf dem Rad bin ich eigentlich sofort nach links auf die Überholspur gewechselt. Nur an den steilsten Prozenten wurde ich an den Anstiegen überholt – aber in allen sanften Steigungen, in der Ebene und vor allem auf den Abfahrten habe ich reihenweise Plätze gutgemacht. Das Feeling ist einfach cool, wenn man mit 70 bis 75 km/h in den Aero-Bars liegend und einer Trittfrequenz von 110 U/min an anderen vorbeirauscht, die bergab mit 50 km/h nur noch rollen lassen, weil ihnen schlicht die Übersetzung ausgeht. Ich war nur leider viel zu schnell auf dem Rad unterwegs: Geplant war eigentlich ein Schnitt von 30 km/h. Am Ende standen gut 33 km/h auf dem Tacho!

Tja, aber nach dem Radfahren kommt eben noch der Halbmarathon. Und da fehlte mir dann nach dem schnellen Radsplit doch irgendwie der Punch. Zwar hatte ich keine muskulären Probleme, aber an eine gute Pace war nicht mehr zu denken. Also: Kein Thema, Survival-Mode an und den Halbmarathon schrittweise in Angriff nehmen! Die Schilder am Streckenrand mit Aufschriften wie ‚Aufgeben kannst du bei der Post!‘, ‚Du bist nicht müde, du freust dich nur!‘, ‚Genieße es, du hast dafür bezahlt‘ und natürlich das obligatorische Super-Mario-Schild ‚Push here to power up‘ haben mental doch sehr geholfen.

Überhaupt waren die Athleten untereinander super nett, rücksichtsvoll und mega faire Sportler. Mir ist beispielsweise in der zweiten Wechselzone bei einer Bodenwelle der Radschuh vom Rad gesprungen (ich war beim Schieben barfuß unterwegs) und ein anderer Starter hat ihn mir glücklicherweise aufgehoben und hinterhergebracht.

Beim Wetter hatten wir ebenfalls mega Glück – es war super Wetter bis zum Lauf. Auf meiner zweiten von drei Laufrunden kam dann allerdings ein heftiger Regenschauer herunter. Als danach die Sonne wieder einsetzte, wurde es schlagartig extrem schwül und heiß, sodass ich ordentlich gelitten habe. Aber so ist das halt. Wäre es einfach, hieß es ja nicht Ironman, sondern Kupfermann!

Die Ergebnisse im Detail

Laut den offiziellen Ergebnissen teilen sich Svens Zeiten und Platzierungen wie folgt auf:

Disziplin / WertungDistanzZeitPlatzierung AltersklassePlatzierung GeschlechtGesamtplatzierung
Schwimmen1,9 km0:38:35 h17310901345
Radfahren90 km2:45:40 h130769876
Laufen21,1 km2:21:27 h19412031458
Gesamtzeit5:56:24 h19412031458
  • Startnummer: 1901
  • Altersklasse: M35-39
  • Altersklassen-Punkte: 1.609 Punkte

Stolz im Ziel

Auch wenn der abschließende Halbmarathon im „Survival-Mode“ erkämpft werden musste: Die Gesamtzeit von unter sechs Stunden ist auf dem profilierten Kraichgau-Kurs eine starke Leistung! Die RSG Ried Rastatt gratuliert Sven ganz herzlich zu diesem erfolgreichen Finish und dem perfekten Pacing auf dem Rad. Die Zähne bei schwierigen Bedingungen im Finale zusammenzubeißen und das Ding ins Ziel zu bringen, macht einen guten Athleten aus. Ruh dich gut aus, Sven – der „Kupfermann“ kann definitiv einpacken!

Bestzeiten-Regen im „Land der 1000 Hügel“: Sabine Volz überzeugt bei ihrer Kraichgau-Premiere beim Ironman 70.3

Kraichgau, 31.05.2026 – Der Ironman 70.3 Kraichgau ist unter Triathleten berühmt-berüchtigt: Die anspruchsvolle Strecke durch das „Land der 1000 Hügel“ verlangt den Athleten mit ihren knackigen Höhenmetern auf dem Rad und beim Laufen alles ab. Für Sabine Volz von der RSG Ried Rastatt stand am vergangenen Sonntag die persönliche Premiere auf dieser speziellen, harten Strecke an. Nach acht Monaten intensiver Vorbereitung und einer von einem Trainingssturz geprägten Vorgeschichte lieferte sie ein grandioses Rennen ab. Am Ende sprang ein starker 16. Platz in einem extrem hochkarätig besetzten Frauen-Feld heraus.

Wie Sabine das Rennen erlebte, welche mentalen Kämpfe sie ausfechten musste und warum das Publikum sie ins Ziel trug, berichtet sie hier im exklusiven Einblick:

Der Ironman 70.3 im Kraichgau war mein erstes Mal auf dieser Strecke. Er gilt als recht schwierig wegen der vielen Höhenmeter, sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen. Aber da ich gerne Höhenmeter fahre, dachte ich mir: Das passt vielleicht ganz gut zu mir. Circa acht Monate habe ich mich mit meinem Trainer darauf vorbereitet.

Schwimmen ist grundsätzlich nicht unbedingt meine Paradedisziplin, weshalb ich das Hauptaugenmerk im Training auf das Radfahren und Laufen gelegt hatte – da war ich auch sehr zuversichtlich. Spannend wurde es bei der Materialschlacht: Ich habe bis ein, zwei Tage vor dem Start überlegt, ob ich mit dem TT-Rad (Zeitfahrrad) oder doch mit dem normalen Rennrad fahre. Durch einen Sturz in der Toskana hatte ich wegen meiner Schulter leider noch nicht so viele Trainingskilometer auf dem TT-Rad absolvieren können. Letztendlich entschieden wir uns aber: Wir testen es einfach!

Der Renntag startete früh. Nach dem Aufstehen um 6:45 Uhr fiel um 8:30 Uhr der Schwimmstart. Im Wasser war es mega heftig. Es sind einfach unglaublich viele Menschen im See, man hat überall Arme und Beine um sich herum – das kann man im Schwimmbad so nicht simulieren. Ich war tatsächlich froh, als ich aus dem Wasser stieg. Der Wechsel aufs Rad klappte gut.

Die Radstrecke hatte es in sich: Ein ständiges Auf und Ab. Man kann es nicht direkt Berge nennen, es sind eher dauerhafte, lange Hügel. Du hast kaum flache Strecken. Und das dann mit einem Zeitfahrrad, auf dem man noch nicht so oft saß. Insgesamt war ich aber super zufrieden: Ein 30er-Schnitt auf diese Höhenmeter war echt top! Ich habe auf dem Rad auch nicht meine allerletzte Energie gelassen und fühlte mich beim zweiten Wechsel eigentlich noch gut.

Nach zwei bis drei Kilometern auf der Laufstrecke kam dann allerdings der Hammer. Die Oberschenkel machten komplett zu. Die Muskulatur war das TT-Fahren und den direkten Wechsel zum Laufen einfach noch nicht gewohnt – das hatte ich verletzungsbedingt im Training kaum üben können. Erschwerend kam hinzu, dass auch die Laufstrecke im Kraichgau alles andere als flach ist. Mental musste ich extrem kämpfen, wenn man muskulär so am Ende ist.

Was mich gerettet hat, waren die unglaublich vielen Zuschauer! Der Kraichgau ist bekannt für sein tolles Publikum. Die Menschen pushen dich, rufen deinen Namen, obwohl sie dich gar nicht kennen – das ist pure Motivation. Zudem war mit Dennis und meinen besten Freunden ein eigener Support-Club vor Ort. Am Ende habe ich in allen drei Disziplinen meine persönlichen Bestleistungen und Bestzeiten abrufen können! Auch wenn der Schmerz beim Laufen heftig war und ich im Ziel erst einmal komplett fertig war, bin ich super zufrieden.

Ein kleiner Traum war im Vorfeld ein Slot für die Weltmeisterschaft in Nizza. Letztes Jahr wäre ich mit meiner Endzeit locker unter den Top Ten gelandet, dieses Jahr reichte es in dem extrem starken Frauen-Feld für Platz 16. Das Niveau war dieses Jahr einfach brutal hoch, weshalb es mit dem Slot nicht ganz geklappt hat – aber das war ohnehin nur ein ‚Nice-to-have‘.

Die Ergebnisse im Detail

Sabines offizielle Finisher-Zeiten und Platzierungen teilen sich wie folgt auf:

Disziplin / WertungDistanzZeitPlatz AltersklassePlatz GeschlechtPlatz Gesamt
Schwimmen1,9 km0:37:23 h262131146
Radfahren90 km2:48:23 h18114907
Laufen21,1 km1:40:48 h1697735
Gesamtzeit5:18:03 h1697735
  • Startnummer: 2370
  • Altersklasse: F35-39 (Platz 16 von 74 Starterinnen)
  • Erreichte Punkte: 2.868 Punkte

Nächstes Ziel: Leipzig

Nach diesem denkwürdigen und erfolgreichen Tag im Kraichgau richtet Sabine den Blick bereits nach vorne. Ende August steht die nächste Mitteldistanz in Leipzig an: „Jetzt weiß ich genau, woran ich im Training noch arbeiten muss. Leipzig ist im Gegensatz zum Kraichgau komplett flach auf der Rad- und Laufstrecke – da sieht man dann vielleicht noch mal einen Unterschied!“, freut sich Sabine auf die nächste Herausforderung.

Die RSG Ried Rastatt gratuliert Sabine zu dieser grandiosen Willensleistung, den drei neuen persönlichen Bestzeiten und einem fantastischen 16. Platz in der stark besetzten Altersklasse F35-39!

Schlammschlacht beim 25. Canyon Rhein Hunsrück Gravel Marathon: Marcus Melcher bezwingt die Elemente in Rhens

Rhens, Rheinland-Pfalz, 31.05.2026 – Extrembedingungen beim traditionsreichen Canyon Rhein Hunsrück Marathon in Rhens: Für die Fahrer ging es am vergangenen Sonntag nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern vor allem gegen die Naturgewalten. Für die RSG Ried Rastatt stand Marcus Melcher an der Startlinie der anspruchsvollen 78-Kilometer-Gravelstrecke. Nach einem heftigen Unwetter am Morgen verwandelte sich die ansonsten traumhafte Strecke in eine epische Schlamm- und Rutschpartie. Von 60 gestarteten Fahrern erreichten am Ende nur 40 das Ziel – darunter Marcus, der sich nach einem Sturz und harten Kilometern sensationell auf Platz 26 (Platz 5 in der Altersklasse) durchkämpfte.

Wie extrem der Rennverlauf aus der Cockpit-Perspektive war, schildert Marcus in seinem ungeschönten und packenden Originalbericht:

Renndatum: 31.5.2026

Strecke: 2 Runden à 38km plus An- und Abfahrt mit gesamt 78km, 1.800hm

Ergebnis: Platz 26, AK Platz 5, 4:16:27 h

Insgesamt fühlte ich mich relativ gut vorbereitet. Seit September 2025* arbeite ich mit einem Trainer zusammen und musste mich etwas an die stark reduzierten Umfänge, die hochintensiven kurzen Einheiten auch im Winter und die neuen Trainingsformen gewöhnen. Teilweise habe ich mich trotz der teils hohen Intensitäten, wegen der vielen Ruhephasen und relativ wenigen Kilometer deutlich unterfordert gefühlt. Aber die nüchternen Leistungsdaten waren gut.

Die Bedingungen am Renntag waren grenzwertig. Von 7-9 Uhr zog ein Unwetter mit starkem Gewitter und Starkregen vor Ort durch. Der Start wurde sinnvollerweise um eine Stunde nach hinten verschoben. Die Strecke war allerdings zum Teil extrem weich, teigig und teilweise bei meinem eigentlich recht guten technischen Können auf dem Gravelbike kaum noch oder nur mit (zu) hohem Risiko zu fahren. Besonders fies waren längere Abschnitte mit 20-50cm Matschauflage und hartem, nicht sichtbarem Untergrund. Das war kaum noch steuerbar. Leider war auch die Hinweisbeschilderung auf Gefahrenstellen teilweise viel zu kurz vor dem Hindernis angebracht. Temperaturen waren mit 23 Grad gut. Es war wolkig, teilweise starker Wind und extrem schwül. Traumhafte Strecke (wenn trocken), traumhafte Gegend (wenn trocken).

Die Veranstaltung ist insgesamt eher klein und familiär. Gemeldet waren auf der langen Gravelrunde ca. 80 Teilnehmer, gestartet sind 60, im Ziel waren 40 und ich war auf Platz 26 (https://www.mtb-rhens.de).

Mein Rennverlauf war arg durchwachsen. Beim Start konnte ich mich nach kurzer Hektik schnell am Ende einer großen Führungsgruppe einsortieren, merkte aber genauso schnell, dass ich am ersten Berg nicht mitfahren sollte. Mein Trainer hat mir als Pacing Strategie mitgegeben, an allen längeren Anstiegen nicht deutlich über 300W zu gehen und erst ab Kilometer 58,8 (Ja, O-Ton mit der Nachkommastelle) All Out. Also ließ ich mich widerwillig zurückfallen. Ab dem Zeitpunkt wurde es dann für meinen Geschmack auch viel zu früh recht einsam. Ab und zu kam von hinten jemand, ab und zu fuhr ich einen auf, größtenteils war ich aber alleine unterwegs. Was mir dann aber in den technischen Sektionen und vor allem in einer extrem schmierigen, sehr schnellen, weil schnurgeraden Trail-Sektion ganz recht war. So konnte ich mein Tempo fahren und bekam zum technischen Stress nicht auch noch Druck von hinten.

Leider hatte ich an einer Gefahrenstelle keine Chance mehr das Tempo adäquat anzupassen. Die Warnhinweise standen so extrem kurz vor der Kurve, dass ich die Kurve mit größerem Radius nehmen musste, um nicht garantiert hinten ins Gebüsch getragen zu werden. Was ich leider nicht mehr vermeiden konnte, war die 50cm tiefe Rinne zu touchieren, die der Starkregen wohl am Morgen ausgewaschen hatte. Der folgende Sturz was nicht mehr zu vermeiden. Vorderrad in die Rinne, Hinterrad nachgezogen, Vorderrad blockiert und quergestellt, Abflug in die Brombeeren und 2-3m den Abhang runter.

Sortiert, Rad geprüft, Kerl geprüft und außer Schürfungen nichts gefunden, also weiter. Es hat ne Weile gedauert, den Rennmodus wieder zu finden. Straßen wie Schmierseife, technisch zwar kurze, aber extrem schwierige Trails, riesige Wasserpfützen und Schlammlöcher, schmierige Anstiege und leider viel zu spät angekündigte Gefahrenstellen zwangen mich noch mehrmals zu einem unfreiwilligen Abstieg. Teils gewollt, teils gestürzt, aber alles harmlos bis auf den allersten Abflug in die Brombeeren.

Nach Runde eins wollte ich eigentlich aussteigen. Im Nachhinein bin ich froh, den Schweinehund besiegt zu haben und ins Ziel gekommen zu sein. Dennoch eine Erfahrung, die man nur bedingt braucht als Sportler. Über weite Strecken hat es sich nach Wettkampf angefühlt, es war aber auch oft nur ein Überlebenskampf und Vermeidung von ernsthaften Schäden an Pilot und Material. Mit Wettkampf im Sinne von Leistung auf dem Pedal hatte das dann nur noch wenig zu tun. Für das erste Gravel Race muss man wohl die Erfahrung als größten Pluspunkt mitnehmen, das reine Ergebnis stimmt mich sportlich gesehen eher frustrierend.

Kampfgeist belohnt

Auch wenn Marcus im ersten Moment mit dem Ergebnis hadert und ein eher kritisches Fazit zieht: Die RSG Ried Rastatt zieht den Hut vor dieser mentalen und physischen Energieleistung! Bei Bedingungen, bei denen ein Drittel des Feldes vorzeitig das Rad abstellte, nach einem harten Sturz in die Brombeeren den inneren Schweinehund zu besiegen und die zweite Runde durchzuziehen, zeigt echten Radsport-Kampfgeist.

Mit Platz 26 im Gesamtklassement und einem starken 5. Platz in der Altersklasse bei dieser Schlammschlacht hat Marcus eine exzellente Visitenkarte hinterlassen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem harten Finish!

RSG-Duo rockt das 23. Lemming Turmbergrennen

Karlsruhe – Kurz, steil, spektakulär: Beim traditionsreichen 23. Lemming Turmbergrennen stellten sich Alex Lorenz und Christoph Schrod von der RSG Ried Rastatt dem Kampf gegen die Uhr und die Konkurrenz. In einem riesigen Feld von 242 männlichen Startern überzeugten beide sowohl im Einzelzeitfahren als auch in den anschließenden packenden Finalläufen am Karlsruher Hausberg.

Die voll gesperrte Strecke verlangt den Fahrerinnen und Fahrern auf ihrer kurzen Distanz alles ab: Auf 1,8 Kilometern gilt es, knackige 120 Höhenmeter mit Steigungsspitzen von bis zu 13 % zu bezwingen. Ein echtes Laktat-Fest, bei dem nach dem Qualifikations-Zeitfahren die Finalläufe im direkten Duell ausgetragen werden.

Alex Lorenz stürmt in die Top 10 des A-Finales

Alex Lorenz zeigte von Beginn an eine beeindruckende Performance. Bereits im Einzelzeitfahren brannte er eine Spitzenzeit von 04:25,59 Minuten (Schnitt: 24,39 km/h) in den Asphalt. Das bedeutete Gesamtplatz 13 und den starken 9. Platz in seiner Altersklasse (Männer Hauptklasse).

Damit qualifizierte er sich souverän für das prestigeträchtige A-Finale der Männer. Dort mobilisierte Alex noch einmal alle Reserven, steigerte seine Zeit im direkten Duell sensationell auf 04:03,76 Minuten und sicherte sich einen überragenden 7. Platz im Gesamtklassement.

Christoph Schrod mit starkem Finish im C-Finale

Auch Christoph Schrod zeigte eine kämpferisch erstklassige Leistung. Im Einzelzeitfahren bezwang er die Rampen in 05:15,69 Minuten (Schnitt: 20,52 km/h). Damit landete er auf dem soliden 79. Gesamtplatz und Rang 27 in der stark besetzten Altersklasse M30.

Im anschließenden C-Finale drehte Christoph dann noch einmal richtig auf: Er pulverisierte seine Zeit aus dem Vorlauf, sprintete nach nur 05:03 Minuten über den Zielstrich und belohnte sich mit einem hervorragenden 6. Platz in diesem Finallauf.

Beide Fahrer demonstrierten auf der intensiven Bergstrecke ihre tolle Form und vertraten die Farben der RSG Ried Rastatt im Karlsruher Raum erstklassig.

Chapeau an unser Berg-Duo! Die RSG Ried gratuliert Alex und Christoph zu diesen großartigen Zeiten und den starken Platzierungen im Finale!

Live-Update: Tanja Marx meistert die Extrem-Herausforderung bei der MittelgebirgeClassique 2026!

Außergewöhnliche Willensleistung im Herzen Europas: Unser Vereinsmitglied Tanja Marx hat bei der fünften Jubiläumsauflage der anspruchsvollen MittelgebirgeClassique bereits weit mehr als die Hälfte der Strecke hinter sich gelassen. Die magische 600-Kilometer-Marke ist geknackt – und Tanja beißt sich solo durch!

Das internationale Extremradrennen startete am vergangenen Sonntag, den 17. Mai, um Punkt 6:00 Uhr morgens im pfälzischen Neustadt an der Weinstraße, wo nach einer epischen Schleife auch wieder der finale Zielort sein wird. Die Route ist ein grenzüberschreitendes Abenteuer: Auf rund 1.140 Kilometern führt sie die Teilnehmenden durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz.

Die größte sportliche Herausforderung ist dabei die schiere Masse an Bergen, die es im Pfälzerwald, im Schwarzwald, in den französischen Vogesen und im Schweizer Jura zu bezwingen gilt. Insgesamt müssen die Fahrer unfassbare 22.500 Höhenmeter und rund 40 Bergpässe bewältigen. Während die Anstiege in der Pfalz noch moderate Höhen um die 600 Meter erreichen, klettern die Pässe im Schwarzwald, im Jura und in den Vogesen auf über 1.400 Meter über den Meeresspiegel. Eine brutale Prüfung für Mensch und Material, die zudem durch kurze, knackige Gravel-Passagen verschärft wird.

Beeindruckende Leistung im internationalen Feld

Mitten in dieser Berg-Achterbahn schlägt sich Tanja absolut grandios. Sie hat bereits stolze 691,81 Kilometer absolviert. Damit hat sie gigantische 61,7 % der Gesamtdistanz dieser Ultracycling-Prüfung im Sack!

Besonders bemerkenswert: Tanja bestreitet das Rennen in der Kategorie Solo (unsupported). Das bedeutet die absolute Königsdisziplin im Langstrecken-Radsport – sie ist komplett auf sich allein gestellt, führt ihr Gepäck selbst mit, organisiert Verpflegung sowie Schlafplätze in Eigenregie und darf keinerlei externe Hilfe oder Windschatten in Anspruch nehmen. Trotz dieser extremen mentalen und körperlichen Belastung behauptet sie sich im internationalen Feld aktuell auf einem hervorragenden 85. Gesamtplatz!

Bisher spult Tanja einen beeindruckenden Tagesschnitt von 219,07 Kilometern ab. Das große Ziel vor Augen: Morgen, am Donnerstag, den 21. Mai, steigt ab 18:00 Uhr die offizielle Finisher-Party in Neustadt – und wir drücken alle Daumen, dass Tanja dort rechtzeitig und glücklich auf ihren Erfolg anstoßen kann!

Der Endspurt wartet

  • Gesamtdistanz: ~1.140 km | 22.500 Höhenmeter | ca. 40 Pässe
  • Kategorie: Solo (unsupported)
  • Geleistete Distanz: 691,81 km (61,7 %)
  • Aktuelle Platzierung: Platz 85 (Gesamt)
  • Verbleibende Strecke: Noch knackige 428,56 km (38,3 %) stehen zwischen Tanja und dem ersehnten Zielstrich.

Der gesamte Verein zieht den Hut vor dieser grandiosen Ausdauerleistung. Jetzt heißt es Daumen drücken für den verbleibenden Abschnitt!

Verfolgt Tanja live:

Ihr wollt hautnah miterleben, wo sich Tanja gerade die nächste Rampe hochquält, wo sie eine kurze Rast einlegt oder welchen Pass sie als Nächstes bezwingt? Auf der bekannten Ultracycling-Plattform DotWatcher könnt ihr ihren „Dot“ (ihren Tracking-Punkt) in Echtzeit verfolgen.

👉 Hier geht es direkt zum Live-Tracking: https://www.followmychallenge.com/live/mittelgebirgeclassique-2026/?participantId=11320&z=18

Hinweis zum Mitfiebern: Haltet einfach Ausschau nach der Startnummer 93 oder sucht in der Fahrerliste nach Tanja Marx.

Triumph im Schlamm: Konradin Marx stürmt zum Bergsieg – drei Podiumsplatzierungen für die RSG

Sulzbach – Herausfordernde Bedingungen erwarteten die Mountainbiker beim diesjährigen Bergzeitfahren in Sulzbach. Auf der 5 Kilometer langen Strecke hoch auf den Scheuerberg mussten rund 250 Höhenmeter bewältigt werden. Kühle Temperaturen und ein tiefer, aufgeweichter Boden machten die Strecke technisch extrem anspruchsvoll. Unter den insgesamt 70 Fahrer/-innen präsentierte sich das Trio der RSG Ried Rastatt in glänzender Verfassung.

Konradin Marx nicht zu schlagen

In der Hauptklasse der Männer zeigte Konradin Marx (Holmenkol Racing Team / RSG Ried Rastatt) seine Extraklasse am Berg. Trotz des schwierigen Untergrunds stürmte er in einer Zeit von 13:32 Minuten auf den Scheuerberg. Mit einem beeindruckenden Vorsprung von über einer Minute auf den Zweitplatzierten Simon Theisen (14:46 Minuten) vom Team BIKE AID demonstrierte Konradin seine Klasse und sicherte sich souverän die Tagesbestzeit.

Spannendes Duell bei den Senioren

Auch in der Kategorie Senioren II spielten die Fahrer der RSG ihre Stärken aus.
Hannes Marx erkämpfte sich in einem harten Zeitfahren den hervorragenden 2. Platz.
Nur eine einzige Sekunde dahinter folgte Ralf Hafermann, der mit einer ebenfalls starken Leistung das Podium als Drittplatzierter komplettierte.

Die Ergebnisse im Überblick:

Konradin Marx: 1. Platz Herren (Gesamt 1.) – 13:32 Min

Hannes Marx: 2. Platz Senioren II (Gesamt 13.) – 17:29 Min

Ralf Hafermann: 3. Platz Senioren II (Gesamt 14.) – 17:30 Min

Die sehr guten Ergebnisse bei diesen widrigen Bedingungen unterstreicht die aktuelle Bergform der Rastatter Fahrer. Der Verein gratuliert zu diesen erfolgreichen Platzierungen!

Katzenbuckel Mountainbike Festival 2026 – Tolle Ergebnisse am höchsten Berg des Odenwalds

Waldkatzenbach – Am vergangenen Wochenende (09.05.2026) fand am Katzenbuckel, dem höchsten Berg des Odenwaldes, das Mountainbike Festival 2026 statt. Für die RSG Ried Rastatt nahmen Konradin und Hannes Marx am 3-Stunden-Rennen teil, bei dem es darum geht, innerhalb des Zeitlimits möglichst viele Runden auf dem profilierten Kurs mit 7,46km Länge und 185 Höhenmetern zu absolvieren.

Konradin Marx belegt Rang 8

In der Hauptklasse der Männer ging Konradin Marx an den Start. Er startete für das Holmenkol Racing Team (weiterhin der RSG Ried Rastatt als Verein treu). Konradin spulte sein Pensum konstant ab und bewältigte die Anstiege ohne größere Probleme. In einem Feld von 34 Teilnehmern erreichte er nach einer Fahrzeit von 3:10:02 Stunden und 9 Runden den 8. Platz.

Hannes Marx im Mittelfeld platziert

In der Kategorie Masters 1 startete Hannes Marx für die RSG Ried Rastatt. Er beendete das Rennen nach einer Fahrzeit von 3:29:54 Stunden und 8 Runden. Dies bedeutete im Klassement der 37 gestarteten Fahrer seiner Kategorie den 18. Platz, womit er sich im Mittelfeld der Wertung einreihte.

Die RSG Ried Rastatt gratuliert zu den erbrachten Leistungen.

Über 2.700 Kilometer für den guten Zweck: RSG Ried Rastatt glänzt bei „Iffze300“

Iffezheim / Rastatt. Ein Wochenende im Zeichen der Ausdauer und der Nächstenliebe: Am 2. und 3. Mai 2026 fand das 24-Stunden-Event „Iffze300 – goes Iffezheim“ statt. Rund um die Galopprennbahn in Iffezheim drehten hunderte Sportler ihre Runden, um Spenden für den Kampf gegen Muskeldystrophie zu sammeln. Mitten im Geschehen: Ein hochmotiviertes Team der RSG Ried Rastatt.

Ein starkes Zeichen gegen Duchenne

Das Ziel der Veranstaltung, die von Iffze300 und Laufendhelfen.de organisiert wurde, war klar definiert: Jede Runde zählt. Die gesamten Einnahmen aus den Startgeldern und zusätzliche Spenden fließen zu 100 % an Duchenne Deutschland, um betroffene Kinder und deren Familien zu unterstützen.

Die Resonanz war überwältigend: Insgesamt konnte ein Spendenscheck in Höhe von rund 17.000 Euro überreicht werden

Die RSG Ried Rastatt in Zahlen

Die RSG Ried Rastatt war mit insgesamt 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vertreten. Ob auf dem Rennrad oder bei einer kombinierten Lauf-Einheit – der Einsatz jedes Einzelnen war beeindruckend. Gemeinsam haben wir eine Gesamtdistanz von rund 2.729 Kilometern (inkl. An- und Abfahrt) zurückgelegt. Das entspricht in etwa der Luftlinie von Rastatt bis zum Nordkap oder bis weit hinter die Sahara-Wüste!

Besonders beeindruckend war die Beständigkeit unserer Langstrecken-Spezialisten, die teilweise bis tief in die Nacht und in die frühen Morgenstunden hinein Kilometer sammelten.

  • 2 Mal wurde die magische Marke von über 300 km geknackt.
  • 2 Mal wurden über 200 km absolviert.
  • 10 Teilnehmer erreichten eine Distanz zwischen 100 km und 199 km.
  • 6 Teilnehmer unterstützten das Team mit starken Leistungen bis 100 km (darunter auch kombinierte Rad- und Lauf-Einheiten)

Zentraler Treffpunkt im Start- und Zielbereich

Mitten im Geschehen, direkt an der Freilufthalle im zentralen Start- und Zielbereich, schlug die RSG Ried ihr Fahrerlager auf. Mit zwei Zelten und Bierbänken bot das Camp den Fahrern einen Treffpunkt und Rückzugsort für die Pausen zwischen den Runden. Für den nötigen Energieschub sorgte eine schöne Auswahl an Verpflegung: Von Bananen bis hin zu verschiedenen Süßigkeiten war alles vorhanden, was man für 24 Stunden auf den Beinen oder dem Sattel braucht.

Ergänzt wurde die eigene Verpflegung durch das Angebot der Iffezheimer Vereinsgemeinschaft. Der Reitverein Iffezheim, die Goldbrückhirsche und der FV Iffezheim sorgten dafür, dass niemand hungrig oder durstig blieb. Daneben gab es zudem Erfrischungen vom Iffezheimer Eis-Café Le Grotte.
Dank dieser tollen Rahmenbedingungen im Dorf konnten sich unsere Sportler voll und ganz auf das Sammeln der Kilometer konzentrieren.

Ein herzliches Dankeschön

Die RSG Ried Rastatt ist stolz auf jedes Mitglied, das Teil dieser Aktion war. Es ging nicht um Platzierungen, sondern um das gemeinsame Erreichen eines Ziels und die Unterstützung für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.

Vielen Dank an die Organisatoren von Iffze300 für dieses hervorragend geplante Event und an alle Spender, die diesen Erfolg möglich gemacht haben. Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn es das nächste Mal wieder heißt: Kette rechts für den guten Zweck!

Veranstalter:

https://iffze300.de und https://Laufendhelfen.de

Pressebericht der BNN:

https://bnn.de/mittelbaden/rastatt/iffezheim/17000-euro-fuer-duchenne-iffezheim-bewegt-sich-24-stunden-lang

Sieg und Speed beim Radklassiker am 1. Mai: RSG-Familien-Duo glänzt vor der Frankfurter Skyline

Eschborn/Frankfurt – 01. Mai 2026 – Wenn der 1. Mai im Kalender steht, schlägt das Herz der Radsportwelt in Hessen. Während der deutsche Meister Georg Zimmermann in einem packenden Finale vor der Alten Oper den Profi-Klassiker „Eschborn-Frankfurt“ für sich entschied, schrieben auch zwei Fahrer der RSG Ried Rastatt ihre eigene Erfolgsgeschichte im Rahmen der ADAC Velotour Skyline.

Auf der rund 40 Kilometer langen Runde durch die Frankfurter City und Oberursel boten die komplett gesperrten Straßen ideale Bedingungen für schnelle Zeiten und echte Profi-Atmosphäre.

Altersklassensieg für Frederic Bonnet

Der Nachwuchs der RSG Ried Rastatt präsentierte sich in guter Verfassung. Frederic Bonnet konnte sich in der Altersklasse Jugend den 1. Platz sichern. Er absolvierte die Strecke in 01:02:40 h mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,34 km/h. In einem Feld von 19 Startern seiner Altersklasse setzte er sich damit an die Spitze und belegte in der Männer-Gesamtwertung einen beachtlichen 52. Platz.

Top-10-Platzierung für Robin Bonnet im Massenfeld

Besonders bemerkenswert war auch die Leistung von Robin Bonnet in der Kategorie Master 3. In einem enormen Teilnehmerfeld von insgesamt 2.084 Startern in dieser Altersklasse erkämpfte er sich mit einer Nettozeit von 01:01:39 h einen hervorragenden 10. Platz.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,98 km/h kam er zudem als 48. der Männer-Gesamtwertung ins Ziel und unterstrich damit seine starke Form im dichten Feld der Breitensportler.

Die Ergebnisse im Detail

FahrerAltersklasse (Jahrgänge)Platz AKZeit (Netto)km/h Ø
Frederic BonnetJugend (2010-2011)1.01:02:4038,34
Robin BonnetMaster 3 (1967-1976)10.01:01:3938,98

Die RSG Ried Rastatt gratuliert beiden Fahrern zu diesen erfolgreichen Ergebnissen bei einem der größten Radsport-Events Deutschlands, das einmal mehr eindrucksvoll zeigte, wie packend der Radklassiker am 1. Mai für Aktive und Zuschauer gleichermaßen ist.

Weitere Informationen zum Radklassiker Eschborn-Frankfurt und zur ADAC Velotour unter: https://www.eschborn-frankfurt.de/de