Drei Radmarathons in vier Wochen: Jens Leuschner glänzt im Alpenraum und auf der Schwäbischen Alb

Rastatt, Aalen, Nauders, Tannheim – Drei extrem anspruchsvolle Radmarathons, über 600 Kilometer im Sattel und mehr als 10.000 überwundene Höhenmeter – und das alles innerhalb von nur vier Wochen: Jens Leuschner von der RSG Ried Rastatt bewies im Juni und Juli eindrucksvoll seine Ausdauer-Form auf den Langstrecken der Region und im Hochgebirge.

Ein Radmarathon gilt als die Königsdisziplin für ambitionierte Ausdauersportler: In Deutschland versteht man darunter eine mindestens 200 Kilometer lange Radfahrt ohne offizielle Zeitnahme im öffentlichen Straßenverkehr. Im Ausland hingegen – sowie bei internationalen Gran Fondos – handelt es sich meist um echte Radrennen mit Zeitmessung. Die Straßen sind dabei selten voll gesperrt, werden aber durch Streckenposten, Begleitmotorräder und Teilsperrungen abgesichert.

Auftakt auf der Schwäbischen Alb: Ostalb Giro (14. Juni)

Den Startschuss der Marathonserie markierte am 14. Juni der Ostalb Giro in Aalen. Bei bestem Frühsommerwetter – lediglich begleitet von teilweise kräftigem Wind – gingen über 3.500 Radsportlerinnen und Radsportler auf insgesamt fünf Distanzen an den Start. Jens Leuschner entschied sich für die Königsklasse: die „Gran Fondo“-Strecke über stramme 235 Kilometer und 3.200 Höhenmeter. Unter den 514 Aktiven, die diese Herausforderung annahmen, überquerte er nach 9:41 Stunden auf einem hervorragenden 263. Platz die Ziellinie. Lob gab es im Anschluss nicht nur für das eigene Ergebnis, sondern auch für die Streckenführung: „Super organisiert, klasse Verpflegung und kaum Verkehr auf den Straßen“, so das rundum positive Fazit des RSG-Fahrers.

Hitzeschlacht in den Alpen: 33. Dreiländergiro (28. Juni)

Nur zwei Wochen später wartete in Nauders am Reschenpass der nächste legendäre Klassiker: Der 33. Dreiländergiro zog jeweils 1.500 Starter auf die zwei angebotenen Routen. Leuschner nahm die lange Runde über 165 Kilometer und 3.500 Höhenmeter in Angriff, die mit klangvollen Alpenpässen aufwartete: Reschenpass, Stilfser Joch, Ofenpass und die abschließende Norbertshöhe zurück nach Nauders. Während die Bedingungen in den 48 Kehren hinauf zum Stilfser Joch / Passo dello Stelvio (ital.) (2.757 m) noch angenehm kühl waren, entwickelte sich der Anstieg zum Ofenpass (2.149 m) bei brennender Sonne zur echten Hitzeschlacht. Mit einer starken Zeit von 8:21 Stunden sicherte sich Leuschner im dicht besetzten Feld der Altersklasse M60 den 56. Platz unter 128 Startern.

Finale im Allgäu: Tannheimer Tal Radmarathon (5. Juli)

Den Abschluss des vollen Rennkalenders bildete am 5. Juli der Tannheimer Tal Radmarathon, dessen insgesamt 3.000 Startplätze bereits vier Monate vor dem Event restlos ausverkauft waren. Bei frischen 11 °C ging es bereits um 6:00 Uhr morgens auf die 214 Kilometer lange und mit 3.500 Höhenmetern gespickte Marathonstrecke. Im Tagesverlauf meinte es das Wetter gut mit den 1.674 Teilnehmenden der Langstrecke. Die größten Herausforderungen des Tages – der steile Riedbergpass (1.409 m) mit Rampen von bis zu 16 % Steigung sowie der Hochtannbergpass (1.675 m) – meisterte Jens Leuschner souverän. Nach 8:38 Stunden erreichte er das Ziel und belegte in der stark besetzten Kategorie Master 2 einen hervorragenden 277. Platz von 526 Finishern.

Die RSG Ried Rastatt gratuliert Jens Leuschner herzlich zu dieser außerordentlichen sportlichen Leistung und der beeindruckenden Kontinuität über die Marathon-Distanzen!