Fünf Tage Dolce Vita mit den „Alpenbummlern“

Nach einem Jahr Pause machten sich einige der üblichen Verdächtigen mit einem Neuling zu Ferienbeginn auf den Weg in Richtung Lago Maggiore. Und wie es sich gehört, wenn Engel reisen, ging die Fahrt nach dem morgendlichen Rad-Tetris (sieben Räder an und in einen Stadtmobil-Vito) entgegen aller Prognosen ohne Stau zum Gotthard.


Das erste Radziel war die Göschner-Alp-Straße, eine kaum befahrene Sackgasse hoch zu einem malerischen Stausee. Hier gab es die ersten beeindruckenden Alpen-Impressionen, bevor es für einige noch den spektakulären Radweg entlang der Schöllenenschluch nach Andermatt als Nachschlag gab. Danach fuhren wir mit dem Wagen über den Gotthardpass weiter zum Zielort Verbania am Lago Maggiore. Wer dachte, am Hotel Novara gleich dem Motto der Überschrift frönen zu können, hatte sich getäuscht. Der Reiseleiter hatte auf Komoot noch eine wenig bekannte Serpentinenstraße hoch zum Monterosso entdeckt, die es in 33 Kehren zu erklimmen galt, bevor es die Erlaubnis zum Abendessen gab.
Am zweiten Tag stand die vermeintliche „Königsetappe“ auf dem Programm: Eine Runde über Cannobio, das Valle Cannobino, das Centovalli und über Losone zurück nach Verbania. Diese Runde ist über 120 km wirklich schön, die Anstiege stetig, aber recht moderat und der mit Regenwolken verhangene Himmel im Centovalli machte die Szenerie noch dramatischer.
Die für die folgenden Tage geplanten Routen waren zwar kürzer, aber durch steile Rampen und sehr lange, ziemlich fordernde Anstiege bei großer Hitze deutlich härter. Einmal die Runde über Stresa, den Monte Mottarone und den Ortasee zurück. Ein anderes Mal hoch ins Val Grande, eine verlassene Gegend, in der man sich bis auf 1300 HM hochkämpfen muss.
Eigentlich waren bei den meisten die Beine nun krumm genug für eine längere Radpause (was von diversen Garmingeräten und Fitnessuhren auch empfohlen wurde), aber auf dem Heimweg gab es noch einen Programmpunkt, der sich als ein weiteres Highlight entpuppen sollte. Unser Vereinsmitglied Matthias lud uns ins Maggiatal ein, wo er mit seiner Familie ein Ferienhaus bezogen hatte. Von dort radelten wir gemeinsam hoch nach Bosco Gurin und erhielten im Anschluss ein sensationelles Vesper. Vielen Dank für diese Gastfreundschaft!

Bosco Gurin im Maggiatal